Ausfahrten 2021

Würde bringt (auch angenehme) Bürde

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Am Freitag, 15. Oktober holten unsere Freunde des TCZ den vom Vorjahr verschobenen Gala-Abend zum 50-Jahre-Jubiläum nach. Und so machten sich Jeannine und ich nach Zürich, genauer nach Küsnacht ins Romatik Seehotel auf. Die Anfahrt verlief aufgrund des Ferien-Rückreiseverkehrs nicht ganz unproblematisch und so trafen wir mit einer satten Stunde Verspätung im Festsaal ein. Der Applaus der Anwesenden war uns dafür gewiss. Und dann wurde bei feinem Essen und überaus bekömmlichen Rebensaft aus der Region gefestet, was das Zeug hielt. Zwischen den Gängen gab es immer wieder Darbietungen. So erfuhr das eigens komponierte Topolino-Lied seine Welturaufführung. Zwei Gründungsmitglieder (man bedanke, dass die Beiden mit anfangs Zwanzig einen Oldtimerclub ins Leben riefen) berichteten über die Anfänge des TCZ. Die Ausführungen rangen dem Publikum immer mal wieder ein Schmunzeln ab. Und getanzt wurde auch, das Präsidentenpaar legte ebenfalls eine heisse Sohle hin.

So neigte sich der Abend, welcher in souveräner Art und Weise von Präsidentenkollegen Fredy Meier moderiert wurde, dem Ende entgegen. Ihm und seinem Team sei noch einmal für ein unvergessliches Erlebnis gedankt. Übrigens fanden die Geschenke, das eigens von Antonia hergestellte Holzbrettli mit 50 Jahre TCZ, welches mit Leckereien aus dem Obwaldnerland bestückt war, eine sehr gute Aufnahme.

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Benzin o Chäääs

17. – 19. September 2021

Die für den FIAT TCI so traditionelle Reise führte heuer nicht ännet den Gotthard, sondern hierhar des Alpenkammes ins Berner Oberland. Kein Grappa, dafür viel Chääääs.

 

Schon seit geraumer Zeit liebäugelte unser Präsident mit dem BEO; Grund dazu lieferte ihm Edith, die in St. Stephan nahe von Lenk ein gediegenes B&B führt. Ein stattlicher, prächtiger Châletbau, wie er im Buche steht.

 

Also, Freunde, auf ins BEO !

 

Im «Allegro» von Alpnach trafen sich nach Auflösung der nächtlichen, ausgiebigen Regenzellen ein halbes Dutzend Cinquecenti. «Warmfressen» könnte man sagen, denn in den folgenden 3 Tagen stand das Kulinarische weit vorne auf der Abenteuerliste. Da waren wir früher bescheidener; Motoren, Öl und Fett standen im Vordergrund. Wie das Verhalten der Topianer sich doch verändert!

 

Am Brünigstutz, beim Rastplatz OWI LAND, stiessen die Entlebucher auf unseren Konvoi. Sie hatten bereits den Glaubenbielen Pass hinter sich gelegt. Beachtlicher Prolog. Nächstes Ziel: Mittagessen …. Im Jugendstilhotel Giessbach oberhalb des Brienzersees. Ein kleiner Sprung, und viel zu bremsen vom Brünig runter.

 

Märchenhaft die Kulisse, betörend schön, verschnörkelt und in seiner Zeit stehen geblieben das Hotel, das einzig dank Franz Webers Engagement der Nachwelt erhalten geblieben ist. Unseres Präsidenten Connection ist es zu verdanken, dass wir unsere Topolini gleich vor dem Hotel parken durften. Dessen nicht genug: der Apéro, köstlich genossen auf der grossen Terrasse, im Hintergrund die tosenden Giessbachfälle, vor uns das polarblaue Wasser des Brienzersees, offerierte die Direktion des «Giessbach». Grazie mille, molto gentile.

 

Exquisit der Hackbraten, nur das «Seeli» im Häpperestock fehlte; der handwerklich Begabte grub sich dieses schliesslich selbst. Da hätte man noch lange sitzen und plaudern und palavern und plagieren können, doch der Stand der Sonne zeigte an, dass noch 100 Km vor uns bei Tageslicht zu bewältigen waren. Wir wählten für die ganze Strecke die Kantonsstrassen. Dass das Defilieren vor dem «Victoria Jungfrau» in Interlaken nicht mehr möglich ist, habe ich bedauert, und tue es auch heute noch. Ärgerlich. Autofrei nennt sich das; oder verkehrsberuhigend. Ideologisch und militant auch. Dann zur Rechten der Thunersee, in seiner Farbe ganz anders als der eben passierte Brienzersee. Spiez. Über unzählige Kreisel bergwärts in die Klus von Wimmis; Eingangstor zum Simmental. Eigentlich sähe man die stetige Steigung der Topographie nicht an, doch der unablässige Wechsel vom 3. in den 4. und vom 4. in den 3. Gang liessen keine Frage offen: es geht aufwärts!

 

Unsere Wägelchen liefen prima, so zügig und rassig, dass der ganze Tross an der Verzweigung zu Edith’s Refugium mit einem glatten 60er vorbei sauste. Doch um die sechste Stunde standen alle 500er auf dem Parkplatz des 1580 erbauten Gästehauses «Alpenblick Wildstrubel». Herrlich. Wiedersehen mit Edith und Turi, unsere Gastgeber für die folgenden 3 Tage.

 

Mit dem Dottore Söppl bewohnte ich die Gartensuite; war perfekt, so konnte Juna, mein treuer Vierbeiner, schnurstracks in den Garten. Alle anderen verschoben sich in die oberen Gemächer. Und wie mir verraten wurde, waren alle fürstlich aufgehoben.

 

Soll ich es sagen resp. schreiben? Es geht wieder um das Essen! Die Hausherrin lud uns zu einem ausgiebigen Raclette ins hauseigene Berner Oberländer-Stübli. Es fehlte an nichts - üppig, fein und in grosser Menge. Im Fluge zog die Abendzeit an uns vorüber, inzwischen stand der Mond über dem Relief, und mit dem Schnäpschen fielen bald die Äuglein aller zu.

 

Samstag – zwischen Aviatik und Alpenidylle

 

Nach ausgiebigem Zmorge verschob sich der 500er-Tross zum Flugplatz St. Stephan – International Airport of Lenk. Einst von der CH-Luftwaffe intensiv genutzt, heute mehrheitlich der privaten Aviatik überlassen. Im Hangar, bombensicher im Berg einbetoniert, stand einer der letzten 3 Hunter; in Weiss gespritzt und einsatzfähig, ausgestattet mit einem Rolls-Royce-Avon-Strahltriebwerk. Den gewaltigen Sound der Turbine und des Triebwerkes hätten wir ja liebend gerne gehört, doch der Kampfflieger blieb am Boden. 2 Piloten, die den Hunter noch fliegen, standen für Fragen Red und Antwort. Der Kerosin-Aperitivo zwischen Flieger und Topolini rundete den militärischen Ausflug ab.

 

Der TCI verschob sich zu den «Simmenfällen». Nach den «Giessbachfällen» erneut gewaltige Wassermassen. Die Schweiz – das Wasserschloss. Und da nur sitzen und fahren auch nicht das ist, wonach wir trachten, stiegen wir zur Alp «Sibe Brünne» hoch. Steil und steinig, mit Alpkäse und Käseschnitten entschädigt. Bergidylle. Kuhglocken und Kuhfladen.

 

Vor Sonnenuntergang zurück im «Wildstrubel». Anstatt mich ins Whirlpool zu hocken, beschäftigte ich mich mit meinem Regler, er lieferte keinen Strom mehr. Und ohne Strom läuft auch ein 500er-Motor nicht. Die Assistenzingenieure Pietro und Seppl kamen der Sache auf die Spur, lösten das Problem – und ich war dieses los! Grazie mille, cari amici.

 

Zum Znacht ging es in den «Adler» gleich nebenan. Hervorragend und ausgiebig getafelt. Immer noch hing der Mond über dem Alpenkranz. Kaum einer glaubte, dass es andern morgens regnen soll.

 

Sonntag – der grosse Regen

 

Und doch, das Höhentief fand seinen Weg ins Alpenland Schweiz, im Grunde genommen seine Lieblingsroute dieses Jahr …. und auch sonst. Abzuledern gab es folglich nichts. Das Zmorge verkam zum Brunch, nichts drängte uns, im Gegenteil, wir glaubten den Regenradarbildern, die ein Nachlassen der Schwemme im Verlaufe des Nachmittages prophezeiten. Sie traf leider erst nach Ankunft in Luzern ein. Und wer glaubte, er hätte noch nie eine solche Regenfahrt mitgemacht, den konnte ich trösten: auf unserer Rückfahrt von München 1991 war es noch grässlicher. Die Scheibenwischer hielten durch, die meisten trugen nasse Socken davon.

 

Das BEO geht in unsere FIAT TCI Chronik ein. Mit viel Sonne, Chääääs, Gastfreundschaft …. und «etwas» Regen. Gut gemacht, liebe Edith, Turi und Presidente; und ihr alle, die drei Tage auf Tour im BEO wart.

 

Andrea & Juna & 500 C «Sommervögeli»

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Autoclassica Milano

Sauger, Benzin und Diesel

 

Bis heute ist mir nicht bekannt, was mich zu dieser Ehre gereichte: per Posta Italiana erhielt ich 2 Eintrittskarten als «Guest of Honour» zur «Autoclassica» in der Fiera Milano Rho. Mamma mia! Da will ich hin, da muss ich hin – und ich ging hin.

 

Mit unserem FIAT TCI Präsidenten Matts beehrten also am 2. Oktober 2 Ehrengäste aus der Schweiz den international bekannten Automobilanlass in der Poebene. Die Strecke dorthin führte uns über Ponte Tresa, das Val Ganna und Varese. Der Italianità frönten wir bereits bei Bacilieri in Marchirolo; Cappuccino e Brioche. Und je südlicher, umso sonniger. Dummerweise verliessen wir die Autostrada eine Ausfahrt zu früh, landeten auf dem Gelände einer Mercedes-Ausstellung. Ungeniert wie wir waren, fragten wir dort den Sterneheini nach der «Autoclassica».

 

Das Einchecken war bereits ein Akt in der Mailänder Scala wert; 3 Hostessen kümmerten sich um unsere «Ehrenkarten», und damit um uns beide Ehrengäste. Der Gipfel der Ehre endete in der VIP-Lounge der Ausstellung, zu der wir freien Zugang hatten und in welcher man uns wie Feldherren des alten Rom bediente und umgarnte. «Livius, bring die Schale mit den süssen Trauben»!

 

Alora, cari amici; wir gaben uns ganz königlich, wiesen der Hostess unsere Karte vor ….. und genossen fast endlos die Ehre, die uns teil wurde. Caffe, dolce, champagne, antipasti. Und dann doch noch rein in die geheiligten Hallen. Fast das Bad in Benzin und Diesel.

 

Fragt mich nicht, wie viele Autos es zu bestaunen und zu kaufen gab, es waren deren unzählige. Zustand von vollständig verstaubt bis akribisch restauriert. Vom FIAT Cinquecento über Topolino zu Porsche, Ferrari, Alfa Romeo, Lancia ……. Und wer Lust hatte, der konnte auch den Doppelstöckerbus der «Scuderia Ferrari» kaufen. Ein eher kleiner Teil der Hallenfläche war für die Ersatzteil- und Zubehöranbieter reserviert. Erstaunlich: für den Topolino und seinen Nachfolger Cinquecento fand sich so gut wie nichts. Überhaupt war FIAT sehr schlecht vertreten. Ein Jammer, fehlte ausgerechnet die italienische Hausmarke. Doch für uns, die nicht der Teile wegen den Weg nach Italien unter die Räder genommen hatten, ist die beruhigende Gewissheit um Ezio’s Riesenersatzteillager vor der eigenen Haustür, immer hervorragend und ausreichend bedient zu werden.

 

Vier FIAT Millecento wechselten den Besitzer – ich hatte zugeschlagen, konnte den seltenen Modellen nicht widerstehen, hatte den Rubel locker im Sack, war von der Aura in Drogen ähnlichem Zustand versetzt, ja im Delirium FIATensis.

 

Beigetragen zu diesem Hochgefühl automobilistischen Daseins und Denkens hat bestimmt auch die unbändige Stimmung in der Halle, die sich kompromisslos der Saugertechnik, dem Benzin und dem Diesel verschrieben hat. Keine Zwischentöne von «nachhaltig» und «Dreckschleudern», keine Demos vor den Hallen, keine Belehrungen. Stattdessen erfreute der «Vespa Club Milano Rho» mit einem Geschicklichkeitsfahren in der Oktobersonne. Adriano Celentano’s Hit «Svalutation» vollendete das Gefühl, am richtigen Ort zu sein und das Richtige zu tun.

 

In der VIP-Lounge stärkten wir beide FIAT-Repräsentanten uns immer wieder von Neuem. Der Kellner aus dem kalabrischen Tropea schwärmte vom kristallklaren Meer, das seine Heimatstadt umspült; von der wundervollen «cucina», dem süffigen Wein unter der mediterranen Sonne des Südens. Jetzt lebt und arbeitet er bereits seit 22 Jahren in Mailand, Hochburg des winterlichen Nebels. Doch sein Herz liegt in Kalabrien.

 

Am späten Nachmittag war auch für uns die Zeit an der «Autoclassica» abgelaufen; nordwärts, um noch einige Tage in unserem Bedigliora zu verbringen und Erlebtes zu ordnen, einzureihen und Schlüsse zu ziehen.

 

Aus Mailand berichtete: AA

Schweizerischer Topolino-Tag

Text und Bilder: Daniel Rüegg

Am Sonntag, 15. August trafen sich fünf muntere Topolinos mit Ihren noch etwas müden Fahrer/innen und Beifahrer/innen um 07.30 Uhr beim Bahnhof in Rothenburg.

 

In Gettnau bekam dann unsere "Mäuseschar Zuwachs von zwei weiteren Topolinos. (Dottore Sepp himself in Begleitung seiner Schwester Rita sowie Beat und Cecile Enzmann).

 

Trotz gemächlichem Tempo,trafen wir pünktlich um 09.30 Uhr zu Kaffee und Gipfeli beim Motel Al Ponte in Wangen a.d. Aare ein.

 

Begrüsst wurden wir durch Mitglieder des Topolino Club's Bern, welche für die perfekte und tadellose Durchführung des Anlasses verantwortlich zeichneten.

 

Viele Topolino, 38 an der Zahl, verschoben sich anschliessend von einem Parkplatz zum Nächsten. Beim Hotel Meilenstein in Langenthal (www.hotelmeilenstein.ch) staunten wir ab den vielen Rennwagen, anderen Fahrzeugen und im Untergeschoss von den grossen Fischen im noch grösseren Aquarium.. Leider war nirgends ein Topi auszumachen, was dann aber auch der einzige Makel dieser tollen Ausstellung.

 

Unser Hunger und Durst wurde dann im schönen Landgasthof "Bad Gutenburg" in Lotzwil gestillt. Überrascht waren sicher Antonia und Jeannine vom riesigen Ansturm, welcher ihr Shop auslöste. Immer wieder durfte auch André aushelfen und sein Wissen weitergeben.

 

Bei der Besichtigung des Klosters St. Urban (Klosterkirche, Chorgestühl und Bibliothek) staunten wir ab der Weitläufigkeit und Schönheit des Klosters St. Urban.

 

Nach der offiziellen Auflösung kam noch Durst auf und die "Verschworene Einheit" des Fiat TCI kehrte im Restaurant Lerchenhof in Reiden ein. Mit dem gemütlichen Zusammensein fand der Topolino-Tag den gebührenden Abschluss. André Kiser sei noch einmal herzlich
für die Übernahme der Kosten der Tranksame gedankt

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Sommertreffen im Raume Menznau - Willisau

Text und Bilder: Daniel Rüegg

 

Letztes Jahr bekamen wir den Veranstaltungskalender für das Jahr 2021 zugestellt mit der Hoffnung, dass wir uns wieder vermehrt treffen dürfen. Unsere Topis und auch deren Lenker/innen brauchen Auslauf und schätzen das gesellige Beisammensein!! Interessante Begegnungen und gute Gespräche sind uns wichtig.

 

Da stand für den 24. Juli 2021 auf dem Programm:

 

Besichtigung eines Bauernhofes, wo Tag und Nacht 24 Std. gearbeitet wird.

 

Vorstellen konnte ich mir dazu wenig. Der Fantasie war da freier Lauf gegönnt.

 

ABER:

 

Unser Präsi und dessen Gattin Jeannine luden uns zu diesem Treffen ein und es tönte sehr spannend:

 

Besichtigung einer Seidenraupenfarm.

 

Wir trafen uns vis-a-vis vom Bahnhof in Wolhusen bei der Tankstelle; es trafen sich gegen ein Dutzend Topolinos (und ein paar neuzeitliche Fahrzeuge). Nach einer kurzen Info unseres Präsi fuhren wir in Richtung Menznau. Trotz einigen Regenspritzern blieben die Dächer offen und wir genossen die kurzweilige Fahrt in vollen Zügen. Eindrücklich waren die Hagelschäden, die wir überall um Wolhusen herum sahen.

Auf dem Hof der Familie Spengeler wurden wir durch Frau Spengeler bereits erwartet. Als "Intro" erfuhren wir, dass das Unwetter von Ende Juni mit Hagel die meisten Blätter der Maulbeerbäume, die Leibspeise der Raupen, zerfetzt hat.

 

Frau Spengeler zeigte uns im Garten einige Sorten der Maulbeerbäume. Diese Maulbeerbäume sind relativ anspruchslos und gedeihen sehr gut. Sie können problemlos in Form geschnitten werden. Es sind aber sehr viele Blätter nötig, um mehrere 1'000 Raupen zu füttern. Sind doch die Maulbeerblätter das wichtigste Futter für die fleissigen Tiere.

Im oberen Stockwerk konnten wir uns mit Mineralwasser und Kaffee stärken.

Die Präsentation durch Frau Spengeler war sehr interessant. Wir erfuhren einiges über die Zucht der Seidenraupen. Die Eier werden angeliefert und zwar bis zu 11'000 Stück in einem gepolsterten A4-Umschlag. Die ersten Eier wurden vor über 10 Jahren auf der Wärmeplatte für die Tassen auf der Kaffemaschine ausgebrütet. Aus den Eiern schlüpften die Raupen. Diese wachsen sehr rasch und fressen nach einigen Tagen die präparierten Maulbeerblätter in riesigen Mengen.

 

Mehr ins Detail gehen möchte ich da nicht weiter, denn es gibt eine sehr interessante Webseite über die Seidenproduktion:

 

www.swiss-silk.ch

Unvorstellbar, dass diese kleinen Dinger beim Verpuppen einen Kokon spinnen.

Beim Spulen dieses Kokon können Seidenfäden bis zu 3000m entstehen.

 

 

Seit über 10 Jahren befasst sich die Familie Spengeler mit der Aufzucht der Seidenraupen sowie der "Fabrikation" der Seide. Zuerst in Zimmern auf dem bestehenden Hof und danach im neu erstellten "Seidenhaus".

Enorm, wie sich das Ganze entwickelte. Im Jahre 2010 noch mit 28 Kokons und nach 10 Jahre mit enormen Menge von 61'746 produzierten Kokons.

 

Einige von uns konnten eine Raupe auf der Handfläche bestaunen und fühlen, wie weich die sind. Deutlich sichtbar der Kopf und die "Fresswerkzeuge". Fantastisch was diese kleinen Dinger leisten!

 

Nach der sehr interessanten Führung fuhren wir weiter zum Restaurant Schlossfeld, wo wir sehr gut verköstigt wurden. Die Zanderknusperli mit Pommes aber auch der Cäsarsalat mit Pouletstreifen wussten unseren Gaumen zu erfreuen.

 

Antonia brachte uns den von ihr betreuten Webshop näher. In einem nostalgische Koffer konnten wir die Ware "beschnuppern". Alle Artikel kann Mann/Frau auf unserer Webseite bestellen.

Fiat Topolino Club Innerschweiz (fiat-tci.ch)

 

Bei jedem Verkauf eines dieser Artikel schaffen wir uns ein Polster für das Internationale Treffen im Jahre 2023. Wie ihr merkt, eine tolle Sache mit trendigen Artikel, die uns einen unvergessenen Event bescheren werden.

 

Bei der Ankunft auf der Seidenraupenfarm durfte uns Andre noch als Modell seinen Topolino-Gurt zeigen. Ein Bild davon wäre aber zu persönlich.

 

Vielen Dank an Antonia. Sie betreut den Webshop und unterstützt uns mit Rat und Tat bei der Gestaltung unserer Webseite.

 

Nach angeregten Gesprächen wurden wir langsam unruhig, denn es waren heftige Gewitter angesagt. Die meisten unserer Topis sind zwar wasserdicht, aber Starkregen und Hagel müssen wirklich nicht sein.

So fuhren wir, voll an neuen Eindrücken und kulinarisch gestärkt auf wunderbaren Wegen wieder zum Ausgangspunkt zurück.

 

Gerne bedanken wir uns bei den Organisatoren für dieses sehr interessante Treffen und freuen uns bereits wieder auf die nächste Ausfahrt.

 

Zum Schluss kann ich es nicht sein lassen, einen Teil unserer Topolinos von hinten zu zeigen. Es ist immer wieder eine Augenweide, unsere "Kulturgüter" zu sehen.

 

Frei nach dem Motto:

Auch ein schöner Rücken kann entzücken.

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Text und Photos: Il Commentatore AA
Der FIAT TCI beim KKLB
Alles einfach etwas verrückt

Es hätten mehr Topianer sein können an diesem einmaligen Anlass, inszeniert, arrangiert und organisiert von unserem Fhr rechts Michael Thalmann; doch angesichts des miserablen Wetters und seinen Aussichten, die seit Beginn des Jahres die Deutschschweiz wie das Virus heimsuchen, nicht verwunderlich, ja gar verständlich. Verschifft, kalt und duster.

Im ACE-Kaffee Rothenburg traf sich die TCI-Clique. Die Eisernen, die Regenerprobten, die Kernigen, oder einfach jene, die sich mit diesem Meteo-Schlamassel abgefunden und alle Emotionen dazu verloren haben. FIAT für «Fahren In Allen Tagen». Und das ist doch auch gut!

 

Etwas durchgeknallt und bekifft also …. Und so erwiesen sich alsdann die Stunden, in welchen wir in den alten Gebäuden von «Radio Beromünster» weilten. Sagenumwoben, einst eine rein schweizerische Institution, die ganze Generationen mit Informationen und Musik versorgt hatte. «Radio Beromünster» auf Kurz- und Mittelwelle. Incredibile!

 

Durch das Museum, durch die Kunsthallen, durch die Installationen des «Bettensaals mit Plastikregen in der Arktis», durch die «Grossstadt mitten auf dem Land», durch die «Raviolibar» zum «Kafi auf dem Bramboden», durch die «Blumenkiste für Kinder» bis hin zum grossen Finale in der magischen Scheune, wo Surrealismus auf Realität, Funktionalität und Wissenschaft trifft. Was ist Realität? Was Wahrheit? Was die künstlerische Freiheit des freien Denkens? Verstehst Du das? Eben!

 

Wetz’s Geheimnis liegt vermutlich in seinem immensen, überbordenden, fast barocken Ideenreichtum, gepaart mit einem ausserordentlichen Wissen. Vom Privatpatienten im öffentlichen Spital bis hin zum Flaschensepp von Willisau und zur feuerpolizeitechnischen Bewilligung …. oder auch nicht. «Es wird nicht serviert, servieren tut man selbst; Service als Gästeabschreckung», so Wetz, mit bürgerlichem Namen Werner Alois Zihlmann. Doch dies tut eigentlich nichts zur Sache, Wetz ist und bleibt Wetz. Basta.

 

Die «Architekturtragik in der schweizerischen Landschaft» untermalte der Künstler mit einer Wetz-Sonate auf dem Klavier - Wetz der Pianist. Aber auch Wetz der Perkussionist, der Mundharmonikaspieler; aber letzterer etwas anders als Charles Bronson im US-Streifen «Spiel mir das Lied vom Tod». Der gigantische Mix aus Surrealismus, Ironie, Satire und Sarkasmus gipfelte im schier paranoiden Finale in der Scheune als ultima ratio Wetzscher Kunstdenkens.

 

Seine persönliche Führung durch sein Reich zeigte sich nicht belehrend, doch belebend, nicht ideologisierend, doch umso deutlicher charismatisch, authentisch und erdend zugleich. Und als ich auf dem «Wetzparkett» als Bühne für Künstler stand, verstand ich, dass seine Kunst Kunst und echt ist. Echt war auch die Suppe mit Wurst und Chääs, vom Teller bis zum Salz, die man uns im Speisesaal «Selfaurant» reichte.

 

Bravoooooo!

 

 

Übrigens:

KKLB = Kunst und Kultur im Landessender Beromünster.

Michael drückte einst mit Wetz die Schulbank – das war ein Duo …..!

Wer noch viel mehr über Wetz wissen möchte, der schaue unter 

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